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Schreck alles sieht leer aus ;) Nicht für lange versprochen ! ^^

Freitag, 28. September 2012

Rich Man, Poor Woman (2012)

Bei 'Next Innovation' läuft alles anders. Den Beschäftigten wird jedwede Möglichkeit gegeben ihre Kreativität auszuleben. Das liegt an dem Traum eines Mannes. Toru Hyuga hat es mit 29 geschafft nicht nur reich zu sein, sondern auch eine der erfolgreichsten Firmen zu besitzen.Doch es mangelt ihm an Manieren. Manchmal wirkt er eiskalt, weil er sich mit seiner eigenen Gefühlswelt nicht auseinanderzusetzen weiß, fehlt es ihm an Empathie für seine Mitmenschen. Hinzu kommt ein medizinisches Problem. Er hat Schwierigkeiten sich Gesichter und Namen zu merken. Das führt immer mal wieder zu irritierenden Momenten. Trotzdem hat er bei 'Next Innovation' ein Betriebsklima geschaffen, das junge Menschen anzieht. Hier möchte jeder gern arbeiten.
Auch eine Studentin, die sich bei Vorstellungsgesprächen so schlecht verkauft, das sie niemand einstellen möchte, erscheint zu einem der Einstellungstage. Schnell wird Toru auf sie aufmerksam, aber wie so viele Chefs vor ihm auch schon, eben nicht positiv. Er macht sie vor allen runter, was auch im ersten Moment einfach erscheint, da es sich um eine sehr ruhige und schüchterne Frau handelt, aber sie ist gefrustet und so bekommt er ein ordentliches Kontra bei dem sie auch ihren Namen nennt. Es ist genau derselbe, den Toru´s Mutter trägt. Jene Mutter, die ihn als Kind zurück ließ. Weshalb er ohne Eltern aufwuchs. Als er nun für ein Projekt tricksen möchte, passt diese Studentin genau ins Profil und er stellt sie ein. Im Laufe der Zeit ergänzt sie seine Schwächen, aber was Toru anfangs nicht ahnt, das alles auf einer Lüge aufgebaut ist .....

'Was für ein selbstgefälliger Typ !' ... selten schoss mir dieser Satz so oft durch den Kopf wie in den ersten Episoden dieser Geschichte. Und trotzdem mochte ich ihn, denn sein Charme und der Humor schaffen auch ungemein sympathische Seiten. Dagegen steht eine junge Frau welche eher schüchtern wirkt, aber wird sie mal böse oder fühlt sich genervt weiß sie mit anderen auch mal Klartext zu reden.
Diese beiden so grundverschiedenen Menschen begegnen sich und ohne es ergreifen zu können woran es liegt, zieht es den arroganten und trotzdem irgendwie liebenswerten Toru zu der ruhigen Frau.
Hier begegnet der Zuschauer keiner der üblichen Cinderella Storys alá 'Pretty Woman'. Vielmehr geht es um die Veränderung der beiden, die sie erleben und einem grenzenlosem Vertrauen zueinander, das sie aber selbst nicht begreifen. Ihr Umfeld registriert es viel eher.
Die übliche Dreiecksgeschichte ist zwar vorhanden, aber sie agiert mit einer sympathischen "Gegnerin", die nicht nur hübsch sondern auch vernünftig ist. Es gibt keine fiesen Intrigen und ("WOW") Respekt vor den Gefühlen des Mannes.


Als Rahmenhandlung wird 'Next Innovation' herangezogen. Hier begegnen sich die beiden als Chef und Angestellte. Und so menschlich die Firma einerseits zu agieren scheint, Toru ist nie richtig erwachsen geworden und sieht das Leben als Spiel, außerdem ist er sehr launisch, was auch ungemein miese Momente zur Folge hat. So macht er beispielsweise aus Entlassungen ein Spiel, das zwar ihn amüsiert, aber dem Team am Stichtag immer Stress bringt. Das erkläre ich nicht näher ;o)
Im gesamten Storyaufbau gibt es allerdings auch ein paar Mängel, die dafür sorgten mich nicht ganz begeistern zu können. Zum einen gibt es ein Projekt, um das sich 'Next Innovation' bemüht. Da kommt es zu ein paar Ungereimtheiten und dem Gefühl da wird etwas immer wiedergekäut, aber nie zum Abschluss gebracht, obwohl dem Zuschauer und Auftraggeber doch schon eine zufriedenstellende Lösung präsentiert wurde. Besser wäre es gewesen ein anderes für die zweite Hälfte der Serie einzubringen.
Nächster Punkt, der mich zum Ende hin hat etwas verbittern lassen, ist die viel zu späte Entwicklung bei dem Pärchen. Nicht, das sie sich hätten eher finden sollen, das ist schon okay wie es ist, aber ihr Einfluss auf Toru und wie sie miteinander an seinen charakterlichen Schwächen arbeiten ist so süß und witzig, das hätten sie schon viel eher einbauen sollen. Dann würde in der Mitte nicht dieser Eindruck entstehen, das sich alles irgendwie im Kreis dreht.
Nicht falsch verstehen, da es zum einen meine ganz persönliche Wahrnehmung ist und zum anderen die gesamte Serie von mir in einem Rutsch geschaut wurde, was zeigt das eben 95%  sehr gut funktionieren.

 

Das liegt natürlich viel am Cast, der sich neben Shun Oguri eingefunden hat, denn bei ihm bin ich voreingenommen. Ich halte ihn für einen der Besten weltweit, weshalb ich wohl kaum fähig bin seine Leistungen objektiv zu beurteilen. Genaugenommen sitze ich nur da und freue mich über eine neue Charaktere Interpretation von ihm. Immerhin lässt er sich nicht Punktcasten. Bei ihm ist Abwechslung zu finden. Wie er hier diese Schwankungen seines Charakters einfängt ist einfach nur einen Applaus wert. 
Agressiv, lachend, weinend, verschmitztes, verspieltes Kind, sexy ... es wird nichts ausgelassen und alles passt zu Shun Oguri´s Toru Hyuga. Ein Typ zum Verlieben und allzu oft auch gegen die Wand zu klatschen.


Satomi Ishihara als jene junge Frau, die nicht nur das Leben sondern auch den erfolgreichen, verschlossenen Mann verändern soll, ist mir hier das erste Mal begegnet. Charakterezeichnungen sind vorgegeben und so ist es ihr als Darstellerin nicht anzukreiden, das sich zum Ende hin dieses Gefühl von "nicht schon wieder" und "das passt jetzt aber nicht zur Rollenentwicklung" einschleicht. Darstellerisch ist alles top und ich habe sie wirklich lieb gewonnen. Ihre Chemie mit Shun Oguri ist schön und sie bekommt diese zwei Seiten ihrer Rolle ungemein gut herausgearbeitet. Was auch gefällt ist, das sie ihn nie mit großen Kuhaugen anhimmelt.


Es gibt noch die Geschwister. Da ist Saki Aibu als Yoko Asahin, die schon vor ein paar Jahren Toru begegnet ist, nur blöd das er sich nicht mehr erinnert wegen seinem medizinischem Problem. Und ihr Bruder Kosuke Asahin, der von Arata verkörpert wird, ist der Geschäftspartner von Toru. Die beiden Männer verbindet eine Freundschaft, Vertrauen und der gemeinsame Traum. Auf diesen Charakter möchte ich nicht weiter eingehen, da es zu sehr spoilern würde. Die Leistung von Arata ist traumhaft ! Aber auch das zu begründen würde etwas über seine Entwicklung verraten. 
Yoko Asahin ist nicht nur bildhübsch, sondern darf wie schon erwähnt auch auf einem angenehmen Level im Bereich "zweite Frau" agieren. Auch sie trägt zur Entwicklung Toru´s bei und ihr Band mit ihm ist nicht weniger stark. Wenn der Zuschauer nicht so für die "kleine" wäre, würde sich auch jeder mit einer Pärchenbildung in dieser Richtung glücklich sehen. Der Umgang zwischen den beiden Rivalinnen ist meist auf einer sehr sympathischen Ebene.
Die Nebenparts zähle ich nicht alle auf. Ein paar Gastauftritte sind da und größtenteils dienen beispielsweise die Angestellten/Kollegen dazu Humor reinzubringen, aber auch familiäres Feeling welches immer mehr zwischen ihnen entsteht. Die Szene, in der Toru seine drei Brainstormies zu sich ruft war einfach nur herrlich ! Ganz im Sinne von Computerprogrammiercracks und dem Vertrauen eines Chefs, das sie in der Lage sind das auch zu entdecken ... einfach herrlich :o)

 
Unbedingt sehenswert ! Trotz der Abstriche ist es eine schöne Geschichte über das Begegnen, Wiederfinden und die eigenen Gefühle zu begreifen. Es wird nicht zu dick aufgetragen weshalb emotionale Szenen sehr natürlich wirken und auf einer ganz anderen Ebene berühren. Außerdem gilt ... Wer Shun Oguri mag bekommt ihn hier in einer so schönen Rolle zu sehen, das sich nur dafür schon das anmachen auszahlt und als Sahnehäubchen ist eben viel mehr richtig gut an dem Format.

Ich habe Lust gehabt .... also gibt es noch einige Pics aus der Serie. 
Da aber die Videoqualität schon etwas schwächer gewesen ist, sind 
nicht alle astrein, auch wenn ich nachbearbeitet habe :o)
Ihr kennt das Spiel. Einfach auf die Collage klicken für eine größere Ansicht.






1 Kommentar:

  1. kommt definitiv auf meine liste! vielleicht schaffe ich es ja in den ferien alle folgen zu schauen ^^

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